Kommentar von Annette

von sabine E-Mail


Kommentar von Annette [Besucher]
Ein Brief von Marko:

Zum Neujahr: »Warten im Schlamm«
Im Moment des Übergangs in das Neue Jahr haben wir in Šempas das I Ging Orakel nach dem Rat gefragt, wie man sich auf das Jahr 2012 vorbereiten soll. Dazu haben wir die klassische Methode der Befragung mit der 6-fachen Durchzählung von 49 getrockneten Schafgarbe Stängeln angewandt.
Die Frage wurde mit dem Zeichen SÜ – das Warten – beantwortet.

Das Urteil heißt:
„Gas Warten.
Wenn du wahrhaftig bist, so hast du Licht und Gelingen.
Beharrlichkeit bringt Heil.
Fördernd ist es das große Wasser zu durchqueren.“
Noch etwas vom Kommentar: „Das Warten ist kein leeres Hoffen. Es hat die innere Gewissheit sein Ziel zu erreichen. Nur diese innere Gewissheit gibt das Licht das allein zum Gelingen führt. Sie führt zur Beharrlichkeit, die Heil bringt und die Kraft verleiht, das große Wasser zu durchqueren.“
Die Antwort kann bezüglich der Erwartungen, die auf Jahr 2012 projiziert werden, auch so interpretieren dass im kommenden Jahr keine wesentliche Umstülpung zu erwarten ist. Man darf aber nicht ungeduldig werden sondern beharrlich warten. Man sollte mit der Festigung uns Sensibilisierung der Fundamente weiter fahren, die wir in den letzten Jahren als Gemeinschaft aufgebaut haben.

Bei der Antwort von I Ging sind wichtig noch die so genannten beweglichen Linien, wo es um spezifische Ratschläge geht. In unserem Falle sind es zwei:
Anfangs eine Neun: „Die Gefahr ist noch fern. Man wartet noch auf weiter Ebene. Die Verhältnisse sind noch (relativ) einfach. Es liegt nur etwas in der Luft das kommen wird. Da gilt es so lange wie möglich normal zu leben. Nur dadurch bewahrt man sich vor allzu früher Vergeudung der Kräfte und bleibt frei von Makel und Fehler, die für später eine Schwächung bedeuten würden.“
Neun auf dem dritten Platz: „Warten im Schlamm bewirkt das kommen des Feindes.“ „Statt die Kräfte zu sammeln, um in einem Zug das Wasser zu durchqueren, hat man einen vorzeitigen Anlauf gemacht, dessen Kraft eben bis zum Schlamm führt. Eine solche ungünstige Lage zieht von außen her die Feinde herbei, die halt die Lage ausnützen. Durch Ernst und Vorsicht allein ist es möglich sich vor Schaden zu bewahren.“
Ich verstehe das „Warten im Schlamm“ auch so, dass wir trotz dem, dass die großen Umstülpungen noch in die (nahe) Zukunft zu verlegt sein scheinen, wir nicht in Kleinmütigkeit verfallen und dabei an unsere gegenseitige Einstimmung vergessen dürfen, auch nicht an die Werte und Kreativität, die unserer Lebensnetz Gemeinschaft den wahren Sinn bringen.

Neujahrsgruß vom Marko Pogačnik, 9.1.2012

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